Verband

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Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) fördert, schützt und stützt kinderreiche Familien. Er íst selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Der KRFD ist innerhalb der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland politisch und konfessionell ungebunden.

Die Ziele

Ziele des Verbands sind insbesondere:

Der Kampf um Anerkennung

Großfamilien bringen einen Mehrwert! Für jeden Einzelnen, für die Gemeinschaft, für die Gesellschaft. Sie sind als kleinste funkionierende soziale Gruppe mit ihren verschiedenen Rollenverteilungen die Keimzelle der Gesellschaft. Hier lernt man wahres Glück zu schätzen aber sicher auch das richtige Maß an Streitkultur. Großfamilien und ihre Mitglieder sind sozial kompetente Bürgerinnen und Bürger .Sie tragen die Sozialsysteme und sichern Zukunft. Daher kämpfen wir mit dem KRFD um diese Anerkennung und eine Toleranz gegenüber Großfamilien.

Faire Behandlung von Familien

Großfamilien können nicht so "funktionieren", wie es die Normen und Werte einer individualisierten Gesellschaft oftmals vorgeben. Nehmen wir nur einmal den Begriff der "Freizeit". In einer großen Familie gibt es keine leeren Sonntage. Dem entsprechend fällt es kinderreichen Familien oft auch schwer, Freizeitangebote umfänglich wahrzunehmen, da diese meist auf die Kleinfamilie ausgerichtet sind. Nehmen wir nur einmal die oft eingeforderte "Flexibilität". Eltern und ältere Geschwister können nicht "mal eben" noch Überstunden machen oder flexibel auf Dienstreise gehen. Nachteile und mangelndes Verständnis im Beruf und öffentlichen Leben sind vorprogrammiert. Nehmen wir den Begriff der "Individualität". Ein hohes Gut in der modernen Gesellschaft. Die Mitglieder großer Familien haben erfahren, dass Individualität als die Freiheit "alles tun und machen zu können, was man will" gar nicht so erstrebenswert und erfüllend sind. Der KRFD setzt sich in der Öffentlichkeit und Gesellschaft für ein größeres Verständnis ein, dass Großfamilien andere Bedürfnisse und Einstellungen haben.  

Gegenseitige Hilfe

Die Eltern von vielen Kindern schaffen vieles einfach nicht mehr alleine. Der KRFD ist eine Selbsthilfeorganisation, in der sich große Familien stützen und unterstützen können. Das reicht von Tipps und Ratschlägen bis hin zu gemeinsam organisierten Freizeiten, Tauschbörsen von Kleidung und Gerätschaften, Rabatte bei bestimmten Firmen und Produkten und seelischer Unterstützung in Notsituationen.  Der KRFD setzt sich aber auch für ein erweitertes Verständnis der Familie ein. Dazu gehören auch die Rollen und Funktionen der weiteren Familienmitglieder außerhalb der Kernfamilie. Welche Rolle spielen die Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen, Neffen, usw.? Welche Aufgaben können sie mit übernehmen, um die Belastungen so gut wie möglich gerecht zu verteilen? Der KRFD hat durch sein Netzwerk einen breiten Erfahrungsschatz und steht Familien mit Rat zur Seite.

Ermutigung zu 3+

Die größte Hürde zur Bildung ist nicht die Entscheidung für das erste Kind. Vielmehr ist es der Sprung vom zweiten zum dritten Kind, der erfahrungsgemäß risikoreich ist. Das soziale Umfeld ist meist negativ eingestellt. "Wieso denn noch ein drittes Kind? Habt ihr denn nicht schon genug Arbeit?" Die Zahl der Abtreibungen ist bei Frauen in der dritten Schwangerschaft überdurchschnittlich hoch. Dabei sind es erst drei und mehr Kinder, die nicht allein ein "Mehr" an Arbeit, sondern auch eine tiefere Zufriedenheit und eine Rollen- und Arbeitsverteilung mit sich bringen.

Familiengründung unterstützen

Der Verband kinderreicher Familien (KRFD) konzentriert sich auf große Familien. Natürlich gehört für uns auch die grundsätzliche Entscheidung für Kinder dazu. In Zusammenarbeit mit allen Organisationen und weiteren Familienverbänden kämpfen wir für eine positive Grundeinstellung Kindern gegenüber und fördern das "Ja" zu eigenen Kindern.

So war das: Die Gründung des Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.

Ein Erlebnisbericht von Katrin Konrad, Gründungsmitglied des KRFD und Landesvorsitzende in Thüringen.

Immer wieder wird gefragt, wie hat sich der Verband, dem heute Mitglieder aus allen Bundesländern angehören, gegründet.

Dann will ich einmal schildern, wie es die Familie Konrad aus Thüringen erlebt hat.

Vor der Geburt des dritten Kindes arbeitete ich bei der Stiftung FamilienSinn in Erfurt. Keine typische Stelle für eine Volljuristin, im Projekt „Lokale Bündnisse für Familien“ beschäftigt zu sein und hier ein Netzwerk an lokalen Unterstützern für Familien in Thüringen aufzubauen. Aber Familie stand für mich immer oben auf der Liste. Es blieb nicht viel, was man als Jurist arbeiten kann, wenn man Familien im Blick hat und insbesondere Kindern zu einem guten Start ins Leben helfen will. Es waren die typischen Arbeitsbereiche von Juristen, die vor mir lagen: Scheidung der Eltern und Unterhaltsstreitigkeiten. Dazu kam noch die Verteidigung straffällig gewordener Jugendlicher. Das waren nach bestandenem Abschluss gerade nicht meine beruflichen Ziele. 

Unser drittes Kind wurde im August 2010 geboren. Zwei Monate später rief mich Elisabeth Müller an, gratulierte zur Geburt und betonte, dass es wichtig sei, Mut zum dritten Kind zu machen. Sie empfände den Lebensentwurf für drei und mehr Kinder als besonders schön und wolle diese Freude mit der Gesellschaft teilen und gleichzeitig auf Hindernisse aufmerksam machen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich es mir nicht vorstellen, welche logistischen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen auf uns als kinderreiche Familien zukommen würden. Elisabeth hatte zu diesem Zeitpunkt schon sechs Kinder und wusste wovon sie sprach. Es war sehr interessant, ihre Erfahrungen aus NRW zu hören und mit denen in Thüringen „abzugleichen“.  

Letztlich war die Zeit günstig für die Gründung eines Verbandes. Ich war in Elternzeit und motiviert, mein fachliches Können für (Mehrkind-)Familien einzubringen. Und so haben wir in den kommenden Monaten zahlreiche Gespräche mit Freunden und Bekannten in allen Bundesländern geführt und um Unterstützung angefragt.

Unser Ziel war es, die Lücke, die es für kinderreiche Familie zu diesem Zeitpunkt gab, durch ein  Angebot zu schließen. Viele Familien der ersten Stunde, sind genau wie mein Mann und ich „Überzeugungstäter“. Man könnte sagen, wir waren jung und naiv und konnten uns bei der Erstellung der Satzung im Januar 2011 nicht vorstellen, dass einmal Delegierte aus verschiedenen Bundesländern zu einer Hauptversammlung anreisen würden.

Wir Konrads sind stolz und glücklich, dem Verband durch unsere Arbeit auf die Füße geholfen zu haben.

Wir danken allen, die unsere Ideale und Ziele der ersten Stunde mit uns geteilt haben und durch ihr ehrenamtliches Engagement überhaupt erst dazu beigetragen haben, dass Familien mit drei und mehr Kindern wieder ein positives Gesicht in dieser Gesellschaft bekommen.

Unser herzlicher Dank gilt:

- Thomas Franke, der die ersten Termine mit der Presse in Berlin organisierte
- Reinhard Liedgens, der die Satzung für den Verband erarbeitet hat
- Helmut Magis, engagierter Jurist und Vater aus Bayern
- László Márki,  stellvertretender Präsident von ELFAC ( European Large Families Confederation )
- Elisabeth und Florian Müller, ohne die wir nicht die Bedarfe für einen solchen Verband gesehen hätten
- Victoria Pöllmann, damals Studentin und mit mehr Zeit für die Verbandsarbeit als wir jungen Mütter
- Jose Pons, der für uns den Kontakt zum Europäischen Verband kinderreicher Familien herstellte
- Raúl Sánchez, Generalsekretär von ELFAC ( European Large Families Confederation )
- Haimar Staib für den Entwurf des Verbandslogos und den Aufbau der Internetseite
- Tanja zu Waldeck, die mit ihrer Internetseite Netmoms bereits gut in Familien vernetzt war

KONTAKT

Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.
Korschenbroicher-Str. 83
41065 Mönchengladbach

Telefon: +49 (0) 2161-3030953
Telefax: +49 (0) 2161-3030952
E-Mail: info@kinderreiche-familien.de

ÜBER DEN KRFD

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, vertritt 1,2 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.

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