Bericht vom fünften Familienkongress des Verbands kinderreicher Familien
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02.10.2018 15:26
von Florian Brich

Bericht vom fünften Familienkongress des Verbands kinderreicher Familien

Zum fünften Familienkongress des Verbands kinderreicher Familien Deutschland e.V. kamen am 29. September im Erfurter Augustinerkloster weit über 100 Teilnehmer.
Ein kurzes Video (MDR Thüringen Journal) über die Veranstaltung finden Sie hier.

Begrüßt wurden die Teilnehmer durch Dr. Elisabeth Müller (Bundesvorsitzende des KRFD), Dr. Jürgen Wüst (Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie), Tamara Thierbach (Bürgermeisterin der Stadt Erfurt) sowie durch ein Grußwort der Bundesfamilienministerin, Dr. Franziska Giffey (siehe PDF am Artikelende). 

Gut besucht: Der fünfte Familienkongress des KRFD in Erfurt
Angetreten für den Erfolg: Die Teilnehmer des KRFD-Gesamtvorstandstreffen am 4. Februar in Frankfurt.

In der sich anschließenden Eröffnungsdiskussion über „Neue Wege der Vereinbarkeit“ diskutierten Martin Patzelt (MdB CDU), Thomas L. Kemmerich (MdB FDP), Adelheid Sailer-Schuster (Aufsichtsrat Santander Consumer Bank), Olaf Guttzeit (Head of CoE Life Balance & Disability Management; Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG) und Tanja zu Waldeck (Geschäftsführerin, Burda Forward GmbH) unter der fachkundigen Moderation von Ina Claßen (Managing Director, Brands for Talents ®). Dabei betonte Martin Patzelt, dass Unternehmen Frauen und Kinder fördern sollten, Thomas L. Kemmerich rief dazu auf, den Wandel aktiv zu gestalten und Tanja zu Waldeck mahnte Verbesserungen des Bildungssystems an. Adelheid Sailer-Schuster wies auf das bereits in ihrem Unternehmen umgesetzte 45+Programm hin und regte an, dass Familien und Arbeitgeber darauf achten, welche Ansätze sie von der Lebenswelt des jeweils anderen übernehmen können.

Bindungen schaffen und vertiefen

In dem sich anschließenden Vortrag „Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Utopie oder Kinderspiel“  gaben Diana Schwarz und Hanna Meyerding von Einfach Eltern ® schwungvoll-schlagfertig konkrete Tipps für das Elternsein. Für ihre Ratschläge beriefen sie sich auf Erkenntnisse der Bindungs- und Hirnforschung. Es wurde deutlich, dass in unserer Gesellschaft noch immer überholte Erziehungsmythen wirken, eine moderne Erzieherausbildung daher wichtig ist und Eltern vor allem ihre eigenen und die Bedürfnisse ihrer Kinder stärker erkennen und in Einklang bringen sollten.

Gemeinsam neue Wege bahnen

Die Eindrücke aus Diskussion und Vortrag nahmen die Teilnehmer dann in fünf Word-Cafés mit, die unter anderem die Themen „Beruf und Berufung“, „Vereinbarkeit für Kinderreiche – in und mit der Politik stärken“ und „Vereinbarkeit für Kinderreiche – in der Arbeitswelt verwirklichen“ behandelten. Unter der Anleitung von Dr. Jürgen Wüst von der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, erfassten die Teilnehmer den jeweils aktuellen Stand und sammelten Verbesserungsvorschläge. Dabei wurde beispielweise deutlich, dass der Kompetenzerwerb in kinderreichen Familien bei Arbeitgebern einen höheren Stellwert erhalten sollte, die Teilung von Erziehungs- und Erwerbsarbeit mehr Beachtung verdienen muss und eine besondere Regelung für freie Tage bei kranken Kindern ab dem dritten Kind ins Auge gefasst werden sollte. Ferner wurde von allen Teilnehmern gewünscht, dass Arbeitgeber noch stärker die Situation Kinderreicher anerkennen und über den Karrierelauf – zum Beispiel durch Weiterbildungsangebote an Wochenenden – berücksichtigen.

Preiswürdig: The Gingko Foundation

Einen weiteren Höhepunkt stellte schließlich die Verleihung des Fair-Family-Preises 2018 an die Gingko Foundation dar. Seit mehr als drei Jahren unterstützt diese von den Eheleuten Udo und Ingeborg Behrenwaldt ins Leben gerufene Stiftung auch gezielt kinderreiche Familien. Ihr ist es beispielsweise zu verdanken, dass erstmals die Herkunft aus einer kinderreichen Familie bei der Vergabe eines Deutschlandstipendiums berücksichtigt wurde.

Angebote für alle Altersgruppen

Schließlich wurde ein weiteres Markenzeichen der KRFD-Familienkongresse konsequent ausgebaut: Ob Tombola, Büchermarkt oder Beratungsangebot – auf dem Markt der Möglichkeiten erwarteten die Teilnehmer vielfältige Informationen, die für eine Familie mit vielen Kindern wertvoll sind. Die Kinder der Teilnehmer durften im Rahmen der fürsorglichen Betreuung einen eigenen Kinderkongress veranstalten, während die Jugendlichen unter Anleitung des andersstattartig-Team vom THW eigenen Erklärvideos über den Zusammenhalt in Familien am Smartphone erstellten. Die Ergebnisse wurden vom großen Auditorium mit viel Applaus bedacht.
Insgesamt nahmen circa 100 Kinder- und Jugendliche am Kongress teil!

Und ob auf dem Schoß oder auf dem Boden – überall entdeckten Kinder und Babies die Welt einer Tagung, bei der ihr Dabeisein gelebte Realität ist. Dieser vertrauensvolle Umgang über alle Altersgruppen hinweg ist schön und macht auch Sinn. Denn schließlich war es das Ziel der Erwachsenen, die Vereinbarkeit gerade auch für die kommenden Generationen zu verbessern.

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. bedankt sich bei den Unterstützern und Sponsoren dieser Veranstaltung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie;  Wernsing Feinkost GmbH; Nestlé, Novitas BKK, BKK ProVita und Elterngeld.net.

Ein kurzes Video (MDR Thüringen Journal) über die Veranstaltung finden Sie hier.

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Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, vertritt 1,2 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.

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