Bericht vom Patentreffen im April 2018
13.04.2018 13:31
von Florian Brich
Gute Laune bei Paten und Projektbegleitern.

Bericht vom Patentreffen im April 2018

Das "Hand in Hand"-Patentreffen fand wieder im Café Famillich im Eigelsteinviertel im Herzen von Köln statt. Fünf Patinnen und ein Pate kamen und tauschten sich bei Kaffee und Kuchen aus. Es wurde aber nicht nur erzählt, sondern auch das Demokratieprojekt „Viel Mehr“ durch Sylvia Krebs vorgestellt. Einige kreative Anregungen für beide Projekte waren das Ergebnis dieses Nachmittags.

Ideensammlung und Erlebnisberichte
Vielseitig, innovativ, berührend - Die Berichte der Patinnen und Paten laden zum Lesen, Nachdenken und Schmunzeln ein:

Eine Patin kennt Künstler, die gegen Entgelt mit Kindern malen. Um den Kindern ihrer Patenfamilie die Teilnahme zu ermöglichen, hat die Antragsformulare für das Bildungspaket besorgt und der Familie Unterstützung beim Ausfüllen angeboten. So kann geprüft werden, ob ein Anspruch besteht.
Daraus entstand die Idee, eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Viel Mehr“ zu entwickeln, in der über das Bildungspaket informiert und Unterstützung beim Erstellen der Anträge angeboten wird.

Eine Patin ist auch bei der Initiative KiWi (Kinder willkommen) engagiert und besucht Familien mit Neugeborenen. Diese Familien bekommen eine umfangreiche Informationsmappe mit Angeboten für Familien. Die Patin hat angeregt, dass in diese Mappe auch eine Broschüre des KRFD e.V. hineinkommt, und stellt den Kontakt zur verantwortlichen Person her.

Ein Pate hat aus einer alten Kunstpelz-Kapuze eine Art „Tier“ hergestellt. Dieses wird vom Patenkind an einer Schnur durch den Keller gezogen, um die Patin zu erschrecken. Ein beliebtes Spiel für die Wintermonate…

Ein Kind, das in der Familie als „Problemkind“ gilt und sich sehr aggressiv und aufgedreht verhält, ist bei den Paten zu Hause ganz unkompliziert. Die Zeit der intensiven Zuwendung tut offensichtlich gut!

Es wurde diskutiert, ob Kinder bei Gesellschaftsspielen eigene Regeln aufstellen dürfen. Manche Patinnen unterstützen dies im Sinne von Eigenkreativität, andere möchten den Kindern lieber im Spiel vermitteln, dass feste Regeln notwendig sind. Das eine schließt das andere nicht unbedingt aus, aber die Herangehensweisen sind unterschiedlich.

Ein Patenkind liebt es, bei den Paten im Garten zu „arbeiten“, besonders wenn es dann vor Ort auch eine entsprechende Brotzeit gibt.

Eine Patin kocht zu Hause Essen für die Familie vor und bringt es dann mit.

Eine Patin, in deren Familie ein schwerbehindertes Kleinkind permanent auf dem Arm der Mutter ist, unterstützt die Familie durch Hilfe bei der Hausarbeit, wie z.B. Einkaufen oder Wäschefalten.

Eine Dame erzählt von einem aufregenden Vorfall: Die jüngste der drei Mädchen hatte sich im Bad eingeschlossen und kam nicht mehr heraus. Die etwas ältere Schwester riet zunächst: „Putz dir schon mal die Zähne!“ Danach herrschte aber auch bei ihr große Aufregung und die Tränen flossen. Zwischenzeitlich wurden die benachbarten Großeltern zu Hilfe gerufen und überlegt, ob man vielleicht durch ein geöffnetes Fenster einsteigen könne. Irgendwann ist es der Kleinen doch gelungen, die Badtür wieder zu öffnen. Die Wiedersehensfreude unter den Schwestern war groß!

Aussage einer Patin: „Ich gehe wirklich gerne hin [in die Familie], einmal die Woche ist wunderbar!“

Positives Fazit
Nach dem angeregten Austausch stellte Sylvia Krebs das Projekt „Viel Mehr“ vor. Die Paten hatten Gelegenheit, geplante Veranstaltungen kennenzulernen und hinsichtlich der Interessenslage der Familien zu bewerten. Sie gaben selbst noch einige Anregungen, die Frau Krebs gerne in das Portfolio aufnahm.

Derartige Patentreffen kommen sehr gut an. Sie bieten dem Verband die Möglichkeit, den Paten seine Wertschätzung für ihr Engagement zu zeigen. Die Paten geben sich gegenseitig Anregungen zur Gestaltung der Zeit in den Familien. Gleichzeitig entstehen kreative Ideen, von denen auch andere Projekte des Verbandes bzw. andere Familien profitieren können.
(Bericht von Frau Karolin Wehler)




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Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, vertritt 1,2 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.

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