Bericht vom Vereinbarkeitstag 2018
20.11.2018 15:22
von Florian Brich

Bericht vom Vereinbarkeitstag 2018

Für unseren Verband vor Ort: Karoline Iwersen (li.), Leiterin des KRFD Arbeitskreises „Mehrkindfamilie und Beruf(ung)“ und das Verbandsmitglied Dr. Uta Baumann-Giedziella (re.).

Im ersten Vortrag des Tages vermittelte der Redner und Coach Sebastian Purps-Pardigol wie ein Wandel in einer Unternehmenskultur gelingen kann. Purps-Pardigol betonte, dass Mitarbeiter über Verbundenheit und eine gelebte Feedbackkultur motiviert werden und berichtete darüber, wie durch Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Mitgestaltung die Potentiale der Mitarbeiter optimal ausgelotet werden können.  Gerade klare Kommunikation mit entsprechender emotionaler Ansprache trägt aus seiner Sicht zu einem guten Unternehmensklima bei. Insgesamt unterstrich dieser Vortrag, dass zugewandtes Verhalten auch in der Unternehmenskultur zu glücklicheren und erfolgreicheren Mitarbeitern führt.

Im Anschluß sprachen Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und der DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer zum Thema „Gemeinsam für eine familienorientierte Unternehmenskultur“. Dabei hob die Bundesfamilienministerin besonders das neue Gute-Kita-Gesetz und das Elterngeld Plus hervor. Sie empfahl, einen Rechtsanspruch für die Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern festzuschreiben und strebt eine Vereinheitlichung der Kita-Gebühren an. Dr. Giffey appellierte an Mütter, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu leben, während Dr. Schweitzer die politischen Neuerungen lobte und darauf hinwies, dass die Darstellung der Firmen und das Empfinden der Mitarbeiter noch voneinander entfernt sind. Für Verbesserung soll hier der Fortschrittsindex Familie sorgen, der eine Bezifferung der Maßnahmen ermöglicht.

Die Teilnehmerinnen unseres Verbandes schätzten diese Beiträge und Denkanstöße. Gleichzeitig nutzten sie den Vereinbarkeitstag dazu, die Positionen des KRFD-Arbeitskreis „Mehrkindfamilie und Beruf(ung)“ in die Gespräche zu bringen. So muss bei all den Betreuungsangeboten nach wie vor eine Wahlfreiheit erhalten bleiben und so müssen neben der Kitabetreuung auch andere, familiennähere Formen der Fremdbetreuung gefördert werden. Der AK sieht seine Aufgabe ferner auch weiter darin, die Unternehmen noch stärker auf die Besonderheiten von kinderreichen Familien aufmerksam zu machen. Gleichzeitig muss nicht nur die Betreuung, sondern insbesondere die Bildung im Vordergrund stehen und das Rentensystem dahingehend reformiert werden, dass die Zahl der Kinder eine stärkere Berücksichtigung findet.

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