Das waren tolle Ferien!
01.09.2021 12:20
von Dr. Laura Schlichting
Der Blick ins saftige Grün

Das waren tolle Ferien!

Zehn Familien reisen an und damit ist eine Jugendherberge mit 63 Personen voll belegt – das geht! Vom 21. bis zum 28. August 2021 fand die Sommerfreizeit des KRFD in Johanngeorgenstadt (das ist im sächsischen Erzgebirge an der Grenze zur Tschechischen Republik) statt.

In der Vergangenheit hat sich die familiäre Jugendherberge mit ihrer idealen Lage am Waldesrand und einem großen Außengelände schon oft für Freizeiten des KRFD bewährt. Auch in diesem Sommer konnten hier Familien aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen für eine Woche Erholung finden. Ermöglicht wurde die Sommerfreizeit durch öffentliche Mittel und private Spenden, für die der KRFD allen Geldgebenden sehr dankt.

Abwechslungsreiches Programm trotz Regenwetters

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir die Freizeit auch in diesem Sommer, nach diesem langen Corona-Jahr, durchführen konnten. Allein die hohe Zahl an Anmeldungen zeigt, wie groß der Bedarf für solche Auszeiten für kinderreiche Familien ist“, sagt Annika Kröller, die das Programm für diese Woche organisierte. Und das war bei sieben von neun Tagen Dauerregen eine echte Herausforderung, die hervorragend gelungen ist.

Verschiedene Bastelangebote mit einer Vielfalt von Materialien, wie Kerzengießen, Laternenbau, Holzspielsachenbau, Seifenherstellung, Perlensteckern oder Armbandfädeln, boten den Kindern und Jugendlichen viele Möglichkeiten sich kreativ zu beschäftigen und auszuprobieren. „Am besten fand ich das Schwimmen, das Tischtennis sowie Werwolf spielen“, erwiderte der 11-jährige Jasper Nusseck, der mit seinen Eltern und drei Geschwistern (Henri, Erik und Ylvie) aus Freiburg im Breisgau angereist war.

Trotz Regens ging es auf Entdeckungstour im Wald mit einem Ranger. Es fanden Lagerfeuer mit Stockbrotbacken statt und eine Alpaka-Farm wurde besucht. Jede Familie konnte auf einer Wanderung ihr Familien-Alpaka alleine führen. Angeboten wurden auch Führungen in der Johanngeorgenstädter Stadtkirche, im Schaubergwerk „Glück auf“, Ausflüge ins nahegelegene Erlebnishallenbad in Eibenstock oder zum Freizeitpark „Wurzel-Rudi“. Abwechslungsreiche Sportnachmittage für alle Kinder zwischen zwei und dreizehn Jahren sorgten zusätzlich für das tägliche „Auspowern“.

Dankbar für eine tiefe Erholung

Das Tolle daran: einige Jugendliche haben sich die inhaltliche Ausgestaltung der Sportnachmittage nebst Nachtwanderung und Schnipseljagd selbst ausgedacht und auch durchgeführt. „Dass die Jugendlichen ab 14/15 Jahren sich unter Anleitung von Erwachsenen auch mit einbringen und ihre Ideen umsetzen können, ist ein weiterer Gewinn dieser Freizeit“, sagt Organisatorin Annika Kröller. „Kinderreiche Familien leben in ihren Familien von der Solidarität zwischen den Generationen und wenn das auch außerhalb der eigenen Familie zwischen Jugendlichen und jüngeren Kindern so gut funktioniert, ist ein wesentlicher Baustein für ein solidarisches Miteinander in der Gesellschaft gegeben.“

Dank der von der Jugendherberge angebotenen Vollverpflegung konnten sich auch die Eltern erholen und beim Nordic-Walking, im Regen und bei Sonne, in der herrlichen Landschaft sportlich betätigen und ihre Energiereserven auftanken.
 
Mutter Marianne Nusseck erzählt auch Tage danach begeistert von der Freizeit: „Wir sind unglaublich dankbar, dass wir dabei sein konnten. Wir haben wirklich eine tiefe Erholung erlebt. Es war für uns ein Luxus, den wir unseren Kindern so sonst nicht bieten konnten. Sich für jedes Kind, individuell Zeit zu nehmen und zu wissen, dass die anderen Kids währenddessen super betreut sind, ist genial." Als neues Verbandsmitglied empfindet sie zudem die Mischung innerhalb der Familienschaft hervorragend. So erzählt sie: „Wir sind auch Eltern eines Zwillingspaares. Es gab insgesamt vier und für uns war es das erste Mal, dass wir unter Familien mit gleichen Lebenshintergründen waren. Man stieg sofort - ohne Small Talk - mit fremden Menschen in tolle Gespräche ein. Einmalig."

Für Mütter und Väter, die das Modell „familie3plus“ leben und täglich erfahren, wie dieses Leben bereichert, aber auch ein Mehr an mentaler und körperlicher Kraft kostet, war die diesjährige Freizeit eine gute Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig für den Alltag zu stärken.

Alle Kinder und Jugendlichen zwischen zwei und zwanzig Jahren verbrachten eine intensive Zeit, in der auch neue Freundschaften entstanden. Jasper resümierte die Woche mit wenigen Worten, die die Dankbarkeit und das Glück auf den Punkt bringen: „Es waren total gute Ferien.“ Und auch seine Mutter ist sich sicher: „Das waren zwar unsere ersten Ferien, aber sicherlich nicht die letzten mit dem KRFD. Danke.“
 

Dr. Steffi Töpfer (Vorsitzende Landesverband Sachsen) und Dr. Laura Schlichting (Vorstandsreferentin KRFD)

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