Familien als unternehmerische Kraftzentren neu entdecken
12.04.2019 12:46
von Patricia Arndt

Nicole Westig (MdB) besucht KRFD-Geschäftsstelle

Mönchengladbach: Als ersten offiziellen Gast in der neu eröffneten Geschäftsstelle in Mönchengladbach konnten Dr. Elisabeth Müller, Bundesvorsitzende des KRFD, am Freitag, 29. März 2019, die FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Westig und Sylvia Laufenberg, Fraktionsgeschäftsführerin der FDP-Ratsfraktion in Mönchengladbach, begrüßen. Westig ist Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Bundestages und thematisch spezialisiert auf Fragen der Pflege. Müller, Bundesvorsitzende des KRFD, gab einen Überblick über die vielfältige Arbeit des KRFD und die Situation der Mehrkindfamilien in Deutschland. Sie stellte die besondere Lage dieser Familien im Hinblick auf die Realisierbarkeit der doppelten Vollzeitberufstätigkeit dar und verwies auf die besonderen Lebensetappen, in denen erhöhter Finanzbedarf und eingeschränkte Erwerbsmöglichkeiten aufeinander treffen. Der generativen Leistung von Großfamilien stünde eine unzureichende Absicherung im Alter gegenüber, da sich die Altersversorgung derzeit nahezu ausschließlich an die Erwerbsarbeit knüpfe. Dank Westigs intensiver Arbeit an Themen der Pflege, zeigte sie sich besonders interessiert an dem Aspekt der Pflege älterer Angehöriger, der besonders von Großfamilien arbeitsteilig von Jung und Alt geschultert werde. Familien leisten Pflege ohne staatliche Strukturen in Anspruch zu nehmen. „Familien sind ortsgebunden und arbeitsteilig und sie schaffen es, Pflegebedürftige in ihren Alltag einzubinden und damit sozialer Isolation vorzubeugen“, erläuterte Müller. „Dieser Aspekt des familiären Potentials und der privat organisierten Leistung werde kaum wahrgenommen“, so Müller. Westig nahm die Argumente sehr offen und interessiert zur Kenntnis. Annika Kröller, Vorstandsmitglied des KRFD, stellte eine Auswahlan Projekte des KRFD vor, die gezielt den Austausch und das Miteinander von Familien fördern und vom Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ getragen werden. Ganz niederschwellig sei das Angebot an Frauen, nach längerer Familienzeit und oftmals schwierigen beruflichen Voraussetzungen wieder in eine Anstellung zu kommen. „Im persönlichen Gespräch begleiten wir Frauen, ermutigen sie und bringen sie auf Ideen, wie sie Schritt für Schritt wieder selbstständig werden können“, erläutert Kröller. Unter dem Namen „Demokratie leben“ führt der KRFD Familien mit und ohne Mitgrationsgeschichte über konkrete gemeinsame Aktionen zusammen, etwa die Vorbereitung auf die Schule für Kinder ohne KiTa-Platz oder Schwimmkurse für Eltern, die bislang keine Gelegenheit hatten, ihre Kinder aber begleiten möchten.

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