
Schieflage auf Kosten der Familien
KRFD schließt sich BKU-Rentenposition an
Mönchengladbach / Berlin: Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) schließt sich dem gemeinsamen Positionspapier „Verlässlicher Generationenvertrag“ ausdrücklich an, das vom Bund katholischer Unternehmer (BKU), dem Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V., dem Deutschen Familienverband sowie dem Familienbund der Katholiken anlässlich des Abschlussberichts der Rentenkommission vorgebracht wurde. Die Verbände fordern eine verfassungsgemäße Berücksichtigung der elterlichen Erziehungsleistung bei der Rentenversicherung.
„Der richtige Weg, Gerechtigkeit zwischen den Generationen herzustellen, ist eine Reduzierung der Rentenbeiträge für Familien in Abhängigkeit von der Kinderzahl“, stellte der BKU-Vorsitzende Ulrich Hemel klar. Familienbund-Präsident Ulrich Hoffmann sagte bei der Präsentation in Berlin: „Zur Anerkennung der Leistungen von Familien braucht es eine unmittelbare Beitragsentlastung in der Zeit, in der Familien am stärksten belastet sind.“
Die Rente fußt auf zwei Säulen, die wesensmäßig aufeinander bezogen sind und deren Dysbalance das System der generationengestützten Rentenversicherung in unserem Land dauerhaft verunmöglichen würde. Diese Säulen sind zum einen die Geburt, Versorgung und Erziehung von Kindern, die später als Arbeitnehmende in die Rentenkasse einzahlen und die Altersversorgung ihrer Elterngeneration absichern. Kinder sind das greifbare Gerüst des Generationenvertrages, Die zweite Säule sind die von Arbeitnehmenden geleisteten finanziellen Einzahlungen in die Rentenkasse.
"Entgegen der verfassungsgemäßen Maßgabe, beide „Leistungen“ bei der Rentenberechnung zu berücksichtigen, bestimmen die finanziellen Beiträge aus Erwerbsarbeit nunmehr überproportional das, was als „Einzahlung“ oder „Beitrag“ in den Rentenvertrag verstanden wird", so KRFD Bundesvorsitzende Dr. Elisabeth Müller. Die immateriellen Beiträge, die die eigentliche Grundlage erst schaffen, würden ungenügend berücksichtigt. "Das führt zu einer faktischen Benachteiligung von Eltern, die ein Teil ihres Lebens in die Familie investiert haben", so Müller.
Informieren Sie sich auf der Seite des BKU:
Die Position der Verbände dokumentieren wir hier.


KRFD nimmt Stellung
BVerfG prüft Wichtung der Sozialversicherungsbeiträge
Mönchengladbach / Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht mit Sitz in Karlsruhe (BVerfG) hat den KRFD erneut um eine Stellungnahme zu einem aktuellen Verfahren der verfassungs- gemäßen Wichtung der Beiträge zur Sozialver-sicherung angefragt. Bei diesem Verfahren geht es ebenfalls um eine Neubetrachtung der aktuellen Belastung von Eltern mit Beiträgen und der Frage ihrer verfassungsgemäßen Berechtigung.
Wir dokumentieren hier die Stellungnahme von Prof. Dr. Christian Seiler aus dem Jahr 2019. Es ist uns gelungen, für unsere aktuelle Stellungnahmen den renommierten Demographen Prof. Dr. Herwig Birg zu gewinnen.
Stellungnahme Prof. Dr. Christian Seiler 2019
