KRFD zeigt Ausstellung zur Künstlichen Intelligenz
29.10.2019 12:08
von Patricia Arndt
v.l.n.r. Julia König (WI), Matthias Ruland (IZT), Annika Greven (WI), Christoph Sohst (DFIK)

KI-Experten im Gespräch mit dem KRFD

Mönchengladbach/Wuppertal: Künstliche Intelligenz (KI) gehört zu den derzeit spannendsten Zukunftstechnologien und ist bereits  jetzt aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. An acht alltagsnahen Mitmach-Stationen werden BesucherInnen der Ausstellung WAVE eingeladen, sich mit dem komplexen Thema auseinanderzusetzen. Dabei ist keine Frage falsch oder irrelevant. Denn es geht darum, eine Entwicklung zu gestalten. Wer also im wahrsten Wortsinne KI be-greifen will, für die oder den hat WAVE ein spannendes Angebot.

 

Wir haben mit den ExpertInnen vom WAVE-Team gesprochen. Mit dabei waren Annika Greven vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie gesprochen; Projektassistent Matthias Ruhland vom IZT Berlin und Research Assistant Christoph Sohst vom DFKI Berlin.

KRFD: Wie ist die Ausstellung entstanden?

TEAM WAVE: Die Ausstellung „WAVE - Wissen, Anwenden, Verstehen und Erfahren von Künstlicher Intelligenz“ ist im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019 zum Thema "Künstliche Intelligenz“ entstanden. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Wuppertal Instituts, des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) sowie des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Die Wanderausstellung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist als Gemeinschaftsprojekt der drei Forschungseinrichtungen konzipiert. 

KRFD: Wie ist die Ausstellung aufgebaut?

TEAM WAVE: Acht Lernstationen bieten einen Überblick über die Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Wir wollen ganz konkrete Fragen beantworten, wie etwa „Wie wird KI angewendet?“ oder „Was kann KI?“ oder auch „Wie funktioniert das eigentlich?“ Die Ausstellung geht auch den Grenzen der KI nach sowie den ethischen Fragen, die die neue Technologie aufwirft.

Eine Lernstation etwa erklärt das Prinzip des Maschinellen Lernens und blickt zurück auf die Entwicklung der KI. Eine andere entwirft den Supermarkt der Zukunft und fragt nach dem Potential der KI hinsichtlich nachhaltiger Wege des Konsumierens.

BesucherInnen haben die Möglichkeit, die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Bilderkennungssystemen selbst zu testen oder zu erfahren, wie die KI beim Lernen helfen kann. In erster Linie richtet sich die Ausstellung an SchülerInnen, Pädagogen und Lehrende in der beruflichen Bildung. Interessant ist sie für jeden, der sich über KI einen ersten Überblick verschaffen möchte.

KRFD: Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit der Ausstellung gemacht?

TEAM WAVE: Bisher haben wir sowohl von den SchülerInnen, als auch von Lehrerenden und Eltern gutes Feedback bekommen. Bei der „IdeenExpo" in Hannover konnten wir sogar die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, begeistern. Das Besondere ist, dass die BesucherInnen an jeder Station mindestens eine Anwendung selber ausprobieren können. Außerdem werden sehr alltagsnahe Anwendungen thematisiert, wie etwa „KI und Fitness“, „Sicherheit und KI“ oder „Diagnose per App“. Da findet sich jeder wieder.

Viele BesucherInnen sind sehr begeistert, wenn sie erfahren, was heute schon möglich ist und wie die KI sie im Alltag unterstützen kann. Andere sehen das Thema eher kritisch und fragen nach den Folgen von Digitalisierung und Automatisierung. Datenschutz sei da als Stichwort genannt. Die KI wird sich weiter entwickeln und als industriell hochentwickeltes Land mit einem starken Wohlfahrtsstaat und hoch entwickeltem Rechtsbewusstsein sollten wir die Entwicklung mitbestimmen wollen.

Dieser Herausforderungen müssen wir uns stellen, denn Ausweichen ist im globalen Wettbewerb keine Option. Die Ausstellung zeigt konkrete Anwendungen und benennt offene Fragen. Wir wollen Wissen vermitteln, das Gespräch anregen und erwägen, wie wir die Entwicklung wissenschaftlich mitgestalten, politisch entscheiden und gesellschaftlich debattieren wollen.

KRFD: Vielen Dank!

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