Ostergruß
01.04.2021 10:09
von Admin

Bundesforum Familie debattiert Wohnungsbaupolitik

Mönchengladbach/ Berlin: „Gutes Wohnen für Familien – Eine Aufgabe für Staat und Zivilgesellschaft“ war das Motto der Fachtagung, zu dem am 18. März 2021 das Bundesforum eingeladen hatte.

Den Hauptvortrag hielt der Tübinger Wohnsoziologe und Stadtforscher Dr. Gerd Kuhn zum Thema „Wie stellt sich die aktuelle wohnungspolitische Lage für Familien dar?“ Kritisch bedachte er das aktuelle Wohnungsbauprogramm, das am konkreten Bedarf von Familien vorbeigeplant sei. So beinhalte etwa das 10-Punkte-Programm vom 9. März 2016 keinen einzigen Punkt, der explizit auf den Wohnungsbedarf von Familien hinweise und seine Dringlichkeit feststelle.

Auch beim Bündnis für Bezahlbares Wohnen und Bauen finde sich kein Arbeitsschwerpunkt, der die Wohnsituation für Familien thematisiere. Kuhn verwies auf offensichtliche Widersprüchlichkeiten. So benenne der aktuell veröffentlichte Familienbericht sehr wohl das Thema Wohnen als ausgesprochen dringliche Frage für Familien: Der vom Familienministerium ausgegebene Dreiklang der Familienpolitik von „Zeit – Geld – Infrastruktur“ lege ebenfalls nahe, familiengeeigneten Wohnraum als dringliche Aufgabe einzustufen. Dass die Wohnungsbaupolitik in Deutschland sehr wohl die Familien berücksichtigt habe, zeige ein Blick in die 1950 und 1960er Jahre. In dieser Zeit hätte sich die Politik vorrangig am Bedarf von Familien orientiert und den Wohnungsbau als wichtigen Teil der Familienpolitik verstanden.

„Wohnen für Familien scheint heute kein vorrangiges bzw. ausdrückliches wohnungspolitisches Ziel mehr zu sein“, lautete Kuhns Fazit.

Für den KRFD nahm Vorstandsreferentin Dr. Patricia Arndt an der Fachtagung teil. Sie übernahm eine im Programm vorgesehene Kommentierung des Hauptvortrages und die Moderation des Expertengesprächs mit Prof. Dr. Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln. In drei ExpertInnengesprächen konnten sich die Teilnehmenden mit besonderen Facetten des Themas beschäftigen. So warfen Sarah Lotties und Joachim Krauß von der BAG einen Blick auf die „Wohnungslosigkeit von Familien“. Ricarda Pätzold vom Deutschen Institut für Urbanistik gab einen Überblick über „Treiber und Konsequenzen der Wohnstandortwahl von Familien“.


Das Bundesforum Familie widmet seine aktuelle Arbeitsperiode dem Thema Wohnen und Familie und versammelt 120 Familienverbände.

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