Tag der Familie 2021! So vielfältig sind KRFD-Familien!
15.05.2021 11:15
von Patricia Arndt

Wir Kricheldorffs aus Kassel!

Wir sind verheiratet und haben fünf gemeinsame Söhne im Alter von 15, 14, elf, neun und sieben Jahren. Ein bisschen Patchwork leben wir auch, denn der große Sohn meines Mannes stammt aus einer früheren Beziehung. Er ist schon 24 Jahre alt und wohnt nicht mehr bei uns. Unerschütterlich sind wir nicht. Uns erschüttert vieles – aber Gefühle sind gesund und Mitgefühl ist elementar. Wir halten zusammen weil wir eng verbunden sind. Wir wollten eine große Familie sein, weil wir Vielfalt und Trubel lieben. Herausforderungen und gemeinsam bestandene Abenteuer gehören für uns zur Lebensqualität. Wir sind in unsere Familien hineingewachsen und froh, so mutig gewesen zu sein. Wir genießen unser Leben in Gemeinschaft und Miteinander. Für uns hat sich die Arbeitsteilung bewährt. Wir arbeiten auch zu ungewöhnlichen Uhrzeiten und Wochentagen. Die Erwerbsarbeit integrieren wir in unseren familiären Alltag, genauso wie wir die Hausarbeit einfädeln.

Für Mehrkindfamilien in unserem Land wünschen wir uns ein Gehalt für Care-Arbeit und einen Arbeitsalltag, der sich mit Familienarbeit kombinieren lässt. Wir Mehrkindfamilien brauchen Unterstützung bei der Wohnraumbeschaffung, familienfreundliche Mobilität und eine qualitativ hochwertige wie finanzierbare Kinderbetreuung. Uns würde helfen, wenn wir in der öffentlichen Wahrnehmung als Wertschaffende betrachtet werden würden. Zum KRFD sind wir über eine Internet-Recherche gekommen als wir gerade unseren vierten Sohn erwarteten.
Familie macht uns stark weil wir fest daran glauben, dass Menschen keine Einzelkämpfer, sondern Teamplayer sind. Ab Juli leite ich eine Familienbildungsstätte/ Familienzentrum in Vollzeit und befinde mich seit Beginn des Jahres in der Übergabe. Mein Mann pendelt von Kassel nach Hövelhof, einer Kleinstadt in der Nähe von Paderborn. Auch er arbeitet in Vollzeit in einer Jugendhilfeeinrichtung als Delikttherapeut. Wir sind also beide sowohl beruflich als auch privat im „Geschäft“ Familie aktiv.

Wir Sulimans aus Magdeburg!

Mama Nadine arbeitet als Verkäuferin und Papa Rawan als Koch. Wir haben gemeinsam vier Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren und leben getrennt. Zwei unserer Kinder sind pflegebedürftig. Zusammenhalten uns besonders die schweren Zeiten – etwa der schwere Unfall unseres Sohnes Kenny. Zum KRFD sind wir während der Corona-Krise gekommen, die für uns als Familie wirklich schwer war, Arbeit, Homeschooling und Familie unter einen Hut zu bekommen.
Da haben wir ab und an hilfreiche Tipps von der KRFD-Beratung bekommen. Es gibt leider in Deutschland wenig Verständnis für Familien mit mehr als zwei Kindern. Wir sind aber glücklich, eine große Familie zu sein. Es ist immer jemand da zum Spielen, Reden oder auch Streiten. Wir wünschen uns, dass es nicht so viele Vorurteile gegen größere Familien gibt.

Wir Kühns aus Siegen!

Wir sind eine 11-köpfige Familie aus Siegen und wohnen in einem Haus mit großem Garten. Gerade der Garten war und ist immer ein Geschenk für neun Kinder zwischen 28 und 3 Jahren. Erschüttern kann uns wenig, denn wir sind immer füreinander da und das gibt uns Sicherheit - gerade in dieser verrückten Zeit. Ich selbst wollte immer viele Kinder, mein Mann hat sich "mitziehen " lassen. Wir sind in die große Familie langsam hineingewachsen. Die Kinder empfinde ich als Gottesgeschenke. Es ist wunderbar zu sehen, wie sie sich gegenseitig helfen, wahrnehmen und unterstützen. Mein Mann verdient das Geld, ich kümmere mich um Kinder und Haushalt. Für uns hat sich dieses Lebensmodell bewährt. Ich liebe meine Aufgaben, mein Mann geht ganz in seinem Beruf auf. Ich wünsche mir manchmal mehr Wertschätzung aus der Gesellschaft. Finanziell ist es schon mal sehr eng mit nur einem Gehalt. Gerade, wenn man den Kindern viele Hobbies ermöglichen oder ihnen die Welt zeigen möchte. Auf Urlaub und Reisen müssen wir meistens verzichten. Eine Erholungspause wäre aber schon mal schön. Für Großprojekte wie Renovierung oder einen Anbau müssen wir richtig sparen. Aber die Hauptsache ist, dass alle gesund sind und ihren Platz im Leben finden. Ein Familienmotto haben wir auch: Wir haben vielleicht nicht alles, was wir wollen, aber zusammen sind wir alles, was wir brauchen.

....nicht ganz vollständig, aber dafür frisch aus der Kur!

Wir Hofstees aus dem Emsland!

Wir sind eine Familie aus dem südlichen Emsland. Zu unserer Familie gehören 10 Kinder (7 Jungs und 3 Mädchen), wir Eltern und unsere Katze. Unsere Kinder sind zwischen 21 und einem Jahr alt. Bisher wohnen alle noch zuhause. Die Großen wachsen langsam raus. Unser Erstgeborener hat nun bald sein duales Studium abgeschlossen und denkt lauter über einen Auszug nach. Dann wird man als Eltern wieder eine neue Schwelle übertreten. Wir sind gespannt, was uns da erwartet. Der ewige Kreis des Loslassens. Mein Mann erwirtschaftet unser Einkommen, ich kümmere mich um Kinder, Haus und Organisation der Familie.
Das Familieneinkommen wird durch meinen Ehemann erwirtschaftet. Mein Mann arbeitet bei einer Bank. s ich bin Beamtin in Elternzeit. Wir haben bei einem kurzen Ausflug in die Berufswelt meinerseits festgestellt, dass wir Großfamilie und Beruf nicht gut miteinander vereinbaren können. Dann haben wir uns für eine klare Arbeitsteilung entschieden und das funktioniert für uns super. Wenn die kleinen Kinder größer werden, dann kann ich sicherlich auch wieder ein paar Stunden arbeiten. Da ist der Beruf der Beamtin recht gut vereinbar mit den Ansprüchen von Müttern.
Als kinderreiche Familie lebt man ein anderes Leben als die Kleinfamilien. Das eine Familie mit vielen Kindern einfach anders lebt, ist wenigen bewusst – und findet in der Gesellschaft leider kaum Verständnis. Daher haben wir uns über den Verband kinderreicher Familien auf den Weg gemacht, auf unsere speziellen Bedürfnisse aufmerksam zu machen.
Wir konnten uns immer schon vier oder fünf Kinder vorstellen. Aber nach diesen war noch Platz in unserer Familie und so kamen wir nach und nach zu unseren zehn Kindern.

Wir Degelings aus Düsseldorf!

Wir sind eine siebenköpfige Familie mit fünf Kindern zwischen 4 und 10 Jahren. Mit Jule, Jesse, Lasse, Lotta und Lina  wohnen in einem Reihenhaus mit kleinem Garten in Düsseldorf. Gerade sind wir mal wieder dabei, eines der Zimmer zu teilen – denn wir brauchen nicht nur Platz, sondern auch Räume. Geplant und gebaut wurde das Haus eher für eine 'Kleinfamilie'. Wir sind dennoch zufrieden, weil wir uns bewusst sind, dass unser Raumbedarf nur vorübergehend so groß ist. Zudem nutzen wir auch den umliegenden städtischen Raum mit Spielstraßen, Spiel- und Bolzplätzen, Parks und Wäldern und sind in Sportvereinen aktiv. Problematisch ist, dass viele dieser Orte nicht wirklich aus Kinderperspektive geplant und eingerichtet sind. Zum Beispiel sind Spielstraßen eher Parkplätze als Spielflächen. Schade ist, dass die Orte häufig nicht kindersicher mit dem Fahrrad erreichbar sind. Dabei haben wir uns bewusst für ein urbanes Leben entschieden, bei dem wir nicht auf das Auto angewiesen sind.
Das Geldverdienen teilen wir uns: Wir arbeiten beide jeweils halbe und ganze Tage im Wechsel, die andere Hälfte gilt den Kindern und dem Haushalt. Viel Hilfe bekommen wir von den Großeltern, die nur wenige Kilometer entfernt wohnen, und von weiteren Verwandten. Oftmals ist es alleine unmöglich, die Kinder gleichzeitig in ihren unterschiedlichen Freizeitinteressen zu unterstützen und sie z.B. zu ihren Terminen und Trainings zu bringen. Dabei achten wir sehr stark darauf, dass alles in unmittelbarer Nachbarschaft liegt und die Kinder ihre Hobbies zeitig allein erreichen können.
Als Familie wünschen uns mehr Vielfalt in der Gesellschaft, weniger Leistungsorientierung, mehr Raum für Ideen und mehr Miteinander. Vor allem möchten wir unser kostbarstes Gut, unseren Planeten, schützen. Für Großfamilien wünschen wir uns, gesehen zu werden: in Städten, bei Ferienunterkünften, im öffentlichen Nahverkehr, überhaupt bei öffentlichen Angeboten. Wer schon einmal um Mitternacht versucht hat, ein gefragtes, auf eine kleine Personenzahl begrenztes Zeitfenster im Schwimmbad oder im Zoo zu buchen, wird verstehen, wovon wir reden.

 

Wir Mühlings aus Leverkusen!

Wir Mühlings haben vier Kinder. Unsere Großen sind 13 und 15 Jahre. Unser „ungeplantes Drittes“ sind die sechsjährigen Zwillinge Lucas und Lina. Mein Mann arbeitet Vollzeit und dank Corona- Homeoffice haben wir jetzt mal etwas mehr von ihm. Ich arbeite als Lehrerin an einer Sonderschule in Teilzeit. Was uns stark macht? „Wir Mühlings schaffen das!“ ist unser Leitwort. Mal fliegen die Fetzen und dann raufen wir uns zusammen. Es gibt immer eine Lösung und wir stärken uns. Wir unterstützen den KRFD weil wir es gut und wichtig finden, dass jemand die „Mehrkindfamilien-Brille“ auf hat und unsere Interessen vertritt. Wir wünschen uns Familienkarten, die ihren Namen verdienen. Wir wünschen uns Ferienhäuser und Restaurants, in denen große Familien willkommen sind. Ansonsten wären ab und zu 48 -Stunden-Tage ganz praktisch und immer einen Blick auf das Positive bei allem Trubel.

Wir Haulitzschkes aus Schopfheim!

Wir wohnen mit unseren drei Kindern – 2, 4 und 5 Jahre – in Schopfheim im südlichen Baden-Württemberg. Demnächst sind wir beide Vollzeit tätig und pendeln an unsere Arbeitsorte an die Hochschule in Freiburg und in die Schweiz. Ursprünglich kommen wir aus Sachsen. Bislang haben wir das hier verbreitete Modell versucht: Ich habe in Teilzeit gearbeitet, mein Mann war der Hauptversorger. Damit war ich als gut ausgebildete Frau unzufrieden. Karriere und Familie, das muss doch gehen? Mit einem flexiblen und familienfreundlichen Dienstherrn, Homeoffice, Großeltern und Haushaltshilfe werden wir es wuppen.
Wir haben beide drei Geschwister und so war das Modell Großfamilie für uns gemeinsame Kindheitserfahrung und zugleich Wunsch für unsere Partnerschaft. Meine Kindheit war nicht immer einfach, das merkt man komischerweise erst, wenn man eigene Kinder hat und „es besser machen möchte“. Aber es gibt für diese Situation überall niederschwellig Hilfe, die man nur annehmen muss.
Was uns als „Ossis“ sehr auffällt: Zu DDR-Zeiten war es einfacher, Kinder zu haben. Unsere Eltern hatten alle sehr wenig Einkommen und trotzdem ging es immer. Es gab dank Plattenbau Wohnraum -dieses Thema bleibt insbesondere für Großfamilien wohl immer das schwerste-, es gab selbstverständlich gut ausgebaute Kinderbetreuung und ausreichend ärztliche Versorgung. In meiner Wahrnehmung verlieren heute besonders Großfamilien mit Migrationshintergrund den Anschluss, da sie viele Informationen nicht rechtzeitig bekommen und noch zu oft ausgegrenzt werden.
Immer neu wird mir deutlich, wie wenig wert „Care-Arbeit“ ist. Weitere Beobachtungen sind: Was sagt das aus, wenn eine 5fache Mama ihre Kita-Kinder daheim lassen soll, da sie ja „nicht arbeitet und sowieso daheim“ ist? Frauen, die den Mut haben, sich ganz der Familienaufgabe zu widmen, was bei mehr als drei Kindern ein Vollzeitjob ist, sind finanziell die Verlierer und gehen in die Altersarmut. Da stimmt etwas nicht. Väter haben es nach wie vor viel zu schwer in Teilzeit oder Elternzeit zu gehen und müssen einen Karriereknick in Kauf nehmen. Eigentlich sind Kinder mit Vollzeit nicht zu schaffen oder nicht so großzuziehen, wie sich Eltern das wünschen. Das schwedische Modell mit Stundenverkürzung ohne Lohnverlust sollte viel mehr in den Focus rücken.
Große Familien brauchen eindeutig mehr politische Aufmerksamkeit und Lobby. Deshalb unterstützen wir den KRFD.

Wir sind viele..... in Berlin!

Wir sind eine große Familie mit zehn Kindern. Die beiden Ältesten stehen auf eigenen Füssen und sind doch ganz oft mit am Tisch, hier. Die Jüngeren -4,6,9, 11,13,15,18 und 20 Jahre alt- brauchen gerade in diesen Zeiten unsere ganze Kraft. Denn zwei der Kinder haben eine autistische Störung. Seit einem Jahr braucht auch meine Mutter tägliches Kümmern durch uns. Dabei helfen auch alle unsere Kinder liebevoll mit.

Vor nunmehr sechs Jahren lernte ich nach einer Trennung meinen jetzigen Ehemann kennen, der diese große Familie in sein Herz geschlossen hat und seitdem alles mitträgt. 
 
Ich glaube unsere Familie macht aus, dass bei uns niemand alleine ist.- Was es auch immer gerade braucht: helfende Hände, offene Ohren, Kummerkastentante , Sportspartner, Beauty-Berater, Babysitter. sind ganz nah. Besonders der Autismus hat uns Wertvolles gelehrt: genau hinschauen und nie vorschnell zu urteilen! Und vor allem ganz viel Dankbarkeit für die kleinen, gelungenen Momente jeden Tag.
 
Vom KRFD habe ich zuerst in einer Zeitschrift gelesen. Der Gedanke, zu einer so großen Gemeinschaft zu gehören, gefiel mir sofort. Dass es echte Ansprechpartner gibt, immer neue Ideen, Information und eine super gelungene facebook- Kommunikation ohne die häufig bissigen Kommentare, gibt macht mir ein warmes Gefühl. 
 
Unser Wunsch an die Politik: Arbeitsbedingungen und Löhne müssen auch für große Familien ein sicheres Leben möglich machen. Die Erfordernisse einer Großfamilie müssen vorkommen. Wir wünschen uns anwendbare, unkomplizierte und zu bewältigende bürokratische Anträge. Wenn Anträge 15 Seiten umfassen und ein Dokumentenapparat von 60 Kopien Standard ist, dann lähmt uns das und kostet unendlich Kraft. Klare Ansprechparter statt endloses Warten in Hotlines würden uns entlasten.
 
Und zu guter Letzt: Wir wünschen uns, als Großfamilien unvoreingenommen gesehen zu werden. Wir sind anders und nicht asozial. Unsere Kinder sind gut gerüstet für das Leben: Teamwork, Versöhnlichkeit und Konfliktkompetenz bringen sie mit. Sie sind bescheiden und denken nicht zuerst an sich selbst. Das braucht unsere Gesellschaft.

Wir Barischs aus Braunschweig!

Hallo, unsere Familie besteht aus drei Paaren! Zwei Zwillingspaare im Alter von 4 und 6 Jahren und schließlich wir Eltern. Macht zusammen 6 und wir wohnen im schönen Braunschweig!
Unser persönliches Familienmodell sieht so aus: Die Frau schmeißt den Haushalt, der Mann sorgt für das Finanzielle
Die Tage sind turbulent und manchmal kräftezehrend, aber die älteren Schwestern unterstützen die jüngeren Schwestern so gut sie können. Das entlastet uns Eltern ein wenig.
Ein wichtiges Ritual für den Zusammenhalt ist für uns das gemeinsame Abendessen! Das findet wirklich immer statt und jedes Kind (und auch Elternteil) hat die Gelegenheit, den Anderen Gedanken und Sorgen mitzuteilen.
Wir haben den Eindruck, dass Großfamilien von der Politik zu wenig Wertschätzung erfahren. Deshalb haben wir uns dem KRFD angeschlossen, um mit der Stimme der Gemeinschaft mehr bewegen zu können!

Wir Isensees aus der Lommatzscher Pflege in Sachsen!

Wir leben mit unseren drei Töchtern Hedwig Maria, Elisabeth, Lioba und Labrador Nela in einem winzigen Dorf bei Meißen. Unsere Töchter sind 19, 17 und 14 Jahre alt. 1991 sind wir von Niedersachsen nach Sachsen gezogen und haben einen Ackerbaubetrieb aufgebaut. Die Große und die Kleine gehen in Nossen und Meißen zur Schule. Unsere Mittlere ist seit einer schweren Erkrankung mit drei Jahren geistig behindert und auch körperlich beeinträchtigt. Ich war Gymnasiallehrerin, habe mich später als Rednerin und Moderatorin selbstständig gemacht. Damit kann ich Familie und Beruf – insbesondere auf dem Land – besser zusammenbringen. Wir sind auf Freunde und bezahlte Pflegekräfte angewiesen. Die Erkrankung unserer Tochter hat alles verändert und ist nicht spurlos an uns vorüber gegangen. Unser Glauben hat uns oft geholfen und Kraft gegeben. Als große Familie kommen wir uns manchmal vor wie Dinosaurier – eine aussterbende Art. Damit unser Alltag wieder ins gesellschaftliche Bewusstsein kommt, sind wie Mitglied beim KRFD. Wir leiden unter der schlechten ländlichen Infrastruktur beim Verkehr und können Schulwege, Arzt- und Therapietermine nur mit dem Auto bewältigen. Höhere Preise für Energie werden wir sehr spüren – denn ohne Auto geht es nicht.

 

 

Wir Wagners aus München!

Wie man sieht, sind unsere Kinder nicht mehr so ganz klein. Auf dem Bild feiern wir die Firmung unserer Jüngsten. Wir leben in München, zwei unserer Kinder sind schon ausgezogen. Meine Frau und ich sind überzeugte "Teilzeitler". Ausgenommen der
allerersten Jahre mit den Kindern haben wir uns die Familienarbeit stets geteilt. Nach dem dritten Kind habe ich auf 4 Tage reduziert und meine Frau ist mit einem Tag wieder in den Beruf eingestiegen.
Mit diesem Familienmodell haben wir uns schon ab und zu als Außenseiter gefühlt. Aber die perfekte Lösung war es trotzdem für uns. Daher möchten wir alle Eltern, insbesondere die Väter, ermuntern, die Familienarbeit als "Kernkompetenz" zu betrachten und ihr die entsprechende Lebenszeit zuzuordnen. "Outsourcen" lässt sich anderes. Mittlerweile sind unsere Kinder groß. Am Teilzeitmodell haben wir festgehalten.

Wir sind Mitglied beim KRFD, weil uns eine familiengerechte Politik am Herzen liegt. Es zeugt eben nicht von Gerechtigkeit, dass diejenigen, die sich um das Heranwachsen der nächsten Generation kümmern, die schlechtesten Rentenaussichten haben.

Wir Weidners aus Sömmerda!

Wir leben mit unseren zehn Kindern im Thüringer Sömmerda. Demnächst dürfen wir in unserer Familie noch einen Nachzügler begrüßen. Obwohl wir eine wirklich große Familie sind, haben wir eine Wohnung, in der jedes Kind ein eigenes Zimmer hat. Denn bei all dem Trubel ist ein Rückzugsort schon wichtig. Auch bei uns wohnt der Sohn meines Mannes aus einer früheren Verbindung. Er hat schon seine eigene Familie und so lebt bei uns schon die nächste Generation. Wir erleben gute und schlechte Zeiten. Aber wir halten zusammen, auch wenn es schwierig wird. Da wir beide berufstätig sind, müssen wir uns gemeinsamen Zeit organisieren. Wenn wir sie haben, genießen wir das Zusammensein ganz bewusst. Mein Mann ist LKW-Fahrer und ich arbeite als selbstständige Nageldesignerin.
Wichtig ist, sich einander zu verzeihen. Gerade bei Geschwistern in der Pubertät muss man großzügig sein und einander verzeihen können. Mit Nachtragen kommt man nicht weit. Wir lernen aus Fehlern, genießen schöne Momente und wir feiern sehr gern gemeinsam- und Anlässe gibt es bei uns genug!
Der KRFD konnte uns schon konkret unterstützen. Wir wünschen uns, dass nicht alle großen Familien über einen Kamm geschoren werden. Wir sind eine große Familie, aber bei uns herrscht kein Chaos. Es gibt für alle Regeln und Pflichten und auch daraus erwächst Verlässlichkeit, Vertrauen und Liebe. Ständig mit Vorurteilen oder abschätzigen Blicken konfrontiert zu werden, verletzt uns, zumal die wenigsten Menschen ja wirklich wissen, wie große Familien leben. Als Eltern haben wir einen harten Job und da würde Anerkennung schon mal guttun.
Erst recht während des Homeschoolings ist Organisation alles: der Tag beginnt um 6 Uhr und dann muss alles abgearbeitet werden. Nebenbei muss der Einkauf erledigt werden, Arzttermine organisiert und hoffentlich endet der Lockdown bald, damit ich wieder arbeiten kann.

Wir Vargas aus Bonn-Beuel!

Wir sind Familie Varga aus Bonn. Mit unseren Töchtern Fe (7), Liv (6),Tess (4) und unserem Sohn Arnd (1) leben wir im Bonner Stadtteil Beuel. Uns erschüttert nichts, weil wir ein gutes Netzwerk aus Freunden und Familie haben. Wir halten zusammen, weil kein Band so eng ist, wie das der eigenen Familie. Wir wollten eine große Familie, weil wir um uns inspirierende Vorbilder hatten.

Nach und nach sind wir in unsere Familie hineingewachsen und sind froh, so mutig gewesen zu sein! Wir sind unserem Wunsch nach einem weiteren Kind immer wieder gefolgt, ohne uns zu viele Gedanken um die Themen Wohnung, Auto etc. zu machen und heute  sind wir froh darüber. Unser Motto: Kommt Kind, kommt Rat. Für uns hat sich die Arbeitsteilung „Alleinverdiener“ und „Familienmanager“ für die ersten Jahre bewährt, weil wir so unsere unterschiedlichen Stärken zum Wohle aller optimal nutzen können. Vor zwei Jahren haben wir unser Start-Up Varga Village gegründet, das wir beide mit unterschiedlichen Zeitkontingenten gestalten, Vater Mathias in Vollzeit, Mutter Marie in flexibler Teilzeit. Für Mehrkindfamilien in unserem Land wünschen wir uns mehr kreative Lösungen und Initiativen rund ums Thema „Wohnen“. Uns würde helfen, vor Ort mehr Kontakt zu anderen kinderreichen Familien zu haben.

Im KRFD sind wir, weil uns die Idee gefällt, uns zu vernetzen, uns gegenseitig kennenzulernen und in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für die Interessen  zu gewinnen. Familie macht uns stark, weil das Glück im täglichen Miteinander uns Kraft für die vielen Herausforderungen gibt, die das Leben mit sich bringt.

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ÜBER DEN KRFD

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, vertritt 1,4 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.

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