Werkstattgespräch "Kein Kind in Armut"
12.04.2019 12:24
von Patricia Arndt

KRFD im NRW-Landtag

Mönchengladbach/Düsseldorf: Zum Werkstattgespräch „Kein Kind in Armut! Kinderarmut in Nordrhein-Westfalen gemeinsam entgegentreten“ hatte am Mittwoch, 2. April 2019, die CDU-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag eingeladen. Für die Regierung gekommen war Karl Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW. Die Fraktion war vertreten durch den Fraktionsvorsitzenden Bodo Löttgen, den Sprecher der Fraktion für Familie, Kinder und Jugend, Jens Kamieth, sowie zahlreiche weitere Fachpolitiker aus der Fraktion.
Die inhaltlichen Impulse setzten Dr. Regina von Götz von der Bertelsmann-Stiftung und Prof. Irene Gerlach, Wissenschaftliche Leiterin des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik und Professorin an der Evangelischen Fachhochschule Paderborn. Beide zeigten anhand von Studien, welche Faktoren in die Armut führen können und welche Ansätze der Prävention vielversprechend seien. Gerlach zeigte, welches Armutsrisiko aus der Unvereinbarkeit von Familie und Beruf und ungenügenden Betreuungsmöglichkeiten für Kinder erwachse. Die Studien der Bertelsmann-Stiftung fragten nach den Folgen mangelnden Zugangs zu frühkindlicher Bildung insbesondere für Kinder aus Haushalten mit anderer Muttersprache oder von Erwerbslosigkeit betroffener Eltern.
Eindrücklich stellte von Görtz den Zusammenhang von frühem Eingebundensein in Sportvereine, musikalischer Betätigung und sprachlicher Kompetenz dar, die sich bei den Schuleingangsuntersuchungen deutlich nachweisen lasse. Die Qualität von frühkindlicher Förderung sei daher enorm wichtig, um den Kindern einen guten Start ins Schulleben zu ermöglichen.
Im Anschluss bestand die Möglichkeit des direkten Gedankenaustauschs und offenen Gesprächs mit den Politikern, die von allen Teilnehmenden intensiv genutzt wurde. Der KRFD machte sich stark für eine Entlastung von Familien bei den Kosten und gleichzeitig einer Wertschätzung erzieherischer Arbeit, die sich in der steuerlichen und sozialpolitischen Anerkennung niederschlagen müsse.

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