Bayern streicht Familiengeld – Familienland wird zum Kitaland - Verband kinderreicher Familien kritisiert den Verlust echter Wahlfreiheit

Familienarbeit sichtbar machen – Kinderreiche Familien fordern politische Anerkennung und echte Wahlfreiheit

Mönchengladbach/München, 13. November 2025. Mit streitbarem Unverständis reagiert der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) auf die jüngsten Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung, das geplante und lange angekündigte Familiengeld abrupt doch nicht einzuführen und die Förderung stärker auf den frühkindlichen außerhäuslichen Betreuungsbereich zu konzentrieren.

„Das Familienland Bayern wird damit faktisch zum Kitaland“, so der Landesvorsitzende Florian Brich. „Eltern, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst betreuen wollen, werden schlichtweg im Stich gelassen. Die freie Entscheidung der Familien, wie sie Betreuung und Erziehung ihrer Kinder gestalten, wird durch diese Politik weiter eingeschränkt. Der Leitspruch: ‚Familien sollen selbst entscheiden‘ – der war einmal.“

Die Bundesvorsitzende Dr. Elisabeth Müller beschreibt die Stimmung vieler Eltern: „Außer Frage steht, dass die Familien dankbar für Investitionen in Bildung sind; und gleichzeitig sind sie massiv enttäuscht und traurig, dass ihre Arbeit und ihre Investition in die Bildung ihrer Familien keine Wertschätzung erfahren. Nur die Bildung außerhalb des eigenen Hauses scheint anerkannt und förderwürdig zu sein.“

Das Signal, das von dieser Entscheidung ausgeht, sei gerade in einer Gesellschaft mit sinkenden Geburtenzahlen und wachsender Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt fatal „Wenn Eltern, die sich bewusst für eine intensive Begleitung ihrer Kinder in den ersten Lebensjahren entscheiden, finanziell benachteiligt werden, sendet das eine klare Botschaft: Nur wer seine Kinder nicht allein betreut, wird unterstützt“, so Brich.

Ja, das Familiengeld war eine freiwillige Leistung des Freistaats Bayern. Die nun vollständige Etatumschichtung in die Kita-Finanzierung wird von der bayerischen Familienministerin als „wuchtiges Signal“ für Familien bezeichnet; allein: Es ist das falsche! Statt Familien zu stärken, die Verantwortung selbst übernehmen wollen, werden sie jetzt vor finanzielle und organisatorische Unsicherheiten gestellt.

Der KRFD appelliert an die bayrische Staatsregierung, kurzfristig Lösungen für alle Eltern, die 2025 ein Kind bekommen haben oder noch bekommen werden, zu finden: „Viele von ihnen haben ihre Elternzeiten und Elterngeldplanungen auf die bestehenden Regelungen abgestimmt und werden nun schlicht fallengelassen. Das ist enttäuschend, unfair und verantwortungslos gegenüber Familien, die auf die Zusagen der Politik vertraut haben“, betont die Vorsitzende. „Von einem Familienland kann erst dann die Rede sein, wenn alle Familienformen und Erziehungsentscheidungen Wertschätzung erfahren; nicht nur die, die in politische Förderlogiken passen. Diese erneute Zurücksetzung gerade auch kinderreicher Familien zerstört das Vertrauen in die Staatsregierung“, so Brich.

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Über den Landesverband Bayern
Der Landesverband setzt sich seit über einem Jahrzehnt engagiert für die Belange und die gesellschaftliche Sichtbarkeit von Familien mit drei und mehr Kindern in Bayern ein. Er gibt kinderreichen Familien eine Stimme in Politik, Medien und Öffentlichkeit und macht deutlich, welchen wertvollen Beitrag sie für die Zukunft des Landes leisten. In Bayern wächst etwa jedes dritte Kind mit zwei oder mehr Geschwistern auf. Das entspricht etwas mehr als einem Zehntel aller Familien und rund 234.000 Mehrkindfamilien (Stand 2022). Gemeinsam mit dem Kolpingwerk Landesverband Bayern e.V. war der Verband maßgeblich an der Einführung der Mehrkindfamilien-Karte beteiligt.

Weitere Infos zur Mehrkindfamilien-Karte:
https://www.familienland.bayern.de/themen/mehrkindfamilien/index.php

Kontakt:
Florian Brich
Landesvorsitzender Bayern
florian.brich@kinderreiche-familien.de
https://bayern.kinderreichefamilien.de/


Über den Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden; vertritt 1,6 Millionen Mehrkindfamilien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.

Pressekontakt

Dr. Laura Schlichting
Referentin des Bundesvorstandes
Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.
Korschenbroicher Str. 83
41065 Mönchengladbach
presse@kinderreiche-familien.de
https://www.kinderreichefamilien.de/willkommen
Instagram: kinderreichefamilien

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