Ein Schritt in die richtige Richtung | generativer Faktor sollte stärker berücksichtigt werden
PRESSEMITTEILUNG
Vorschläge der Alterssicherungskommission: Ein Schritt in die richtige Richtung | generativer Faktor sollte stärker berücksichtigt werden
Mönchengladbach, den 25.06.2026.
Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) bewertet die aktuellen Vorschläge zur Rentenanpassung als guten ersten Entwurf und als einen Schritt in die richtige Richtung. Zugleich mahnt der Verband, dass es sich nicht um das Finale handeln dürfe.
„Wir begrüßen, dass die Altersvorsorge gerade von Frauen stärker in den Blick genommen werden soll. Ein Opt-Out, das Mütter besser absichert, ist nicht verkehrt“, erklärt Dr. Elisabeth Müller, Bundesvorsitzende des KRFD. „Kurzfristige Auszahlungen wirken oft greifbarer als zusätzliche Rentenansprüche, die erst in vielen Jahren wirksam werden. Gerade deshalb ist es sinnvoll, die Altersvorsorge zu stärken und auf einen automatischen Aufbau von Rentenansprüchen zu setzen.“
Mit Blick auf Minijobs bittet der Verband jedoch um Augenmaß. „Gerade in Familien mit drei und mehr Kindern sowie bei der Pflege von Angehörigen spielen Minijobs eine andere Rolle als anderswo“, betont Dr. Müller. „Sie ermöglichen oft erst die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Erwerbsarbeit. Hier braucht es mehr Differenzierung statt Pauschalisierung, besonders mit Blick auf Pflege- und Care-Arbeit von kinderreichen Eltern.“
In der öffentlichen Debatte werde zu oft übersehen, dass Rente unmittelbar mit Kindern zu tun hat. Wer heute Kinder erzieht, sichert das Rentensystem von morgen. „Diese in der Tat gesamtgesellschaftliche Erziehungsleistung sollte spürbarer als selbstverständlicher Teil der Alterssicherung anerkannt werden“ so die Vorsitzende.
Der KRFD versteht die aktuelle Reform als einen von vielen notwendigen Schritten. Für künftige Anpassungen fordert der Verband, den demografischen und generativen Faktor deutlich stärker zu gewichten. „Wir wünschen uns, dass auf Dauer mehr gesehen wird: Familien tragen mit der Erziehung ihrer Kinder entscheidend zur Stabilität der Rente bei. Sie erziehen die Beitragszahlenden von morgen. Das muss sich in den Reformen widerspiegeln“, sagt Dr. Müller.
Über den Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.
Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden; vertritt 1,6 Millionen Mehrkindfamilien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.
Pressekontakt
Dr. Laura Schlichting
Referentin des Bundesvorstandes
Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.
Korschenbroicher Str. 83
41065 Mönchengladbach
presse@kinderreiche-familien.de
https://www.kinderreichefamilien.de/willkommen
Instagram: kinderreichefamilien